Fassaden mit Stuckleisten und Faschen verschönern

Faschen
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Ganz klassisch sind Stuckleisten und Faschen an den Fassaden von einem Haus. Vor allem ein Altbau wird rund um die Fenster damit geschmückt – manchmal erhält auch die ganze Fassade durch Stuckleisten eine besondere Optik. Allerdings können Stuckleisten oder Faschen im Innen- oder im Außenbereich nicht nur bei einem Altbau angebracht werden. Oftmals werden diese Verschönerungen fast den Altbauten vorbehalten. Allerdings erhält ein Neubau durch eine solche Verschönerung ebenfalls wesentlich mehr Flair. Das ist sicherlich in vielen Fällen Grund genug über eine optische Aufbesserung durch Stuckleisten zu sorgen. Denn diese rufen schließlich auch bei einem Gang durch die Straßen hervor und heben ein Bauwerk in jedem Fall von den umliegenden Häusern ab. Solche Methoden können aber nicht nur bei älteren, bereits historischen Bauwerken gut genutzt werden.

Die Geschichte von Stuck – und was ist Stuck überhaupt?

Unter Stuck versteht man mittlerweile alle plastischen Ornamente in Form von Verzierungen an einer Hausfassade oder im Inneren von einem Haus. Dabei können ganz unterschiedliche Formen und Größen beim Stuck eingesetzt werden. Wenn diese Verzierungen rund um die Fenster genutzt werden, spricht man von Faschen. Stuck an der Fassade oder im Zimmer – vor allem an der Decke – ist schon seit Jahrhunderten ein beliebtes Gestaltungselement. Vor allem in der Barockzeit war Stuck extrem beliebt und wurde zum großen Teil aus recht kostspieligem Naturmarmor in verschiedenen Formen genutzt. Allerdings war Stuck auch schon in der Antike bekannt und wurde aus verschiedenen Materialien genutzt, um dem Raum oder einer Fassade mehr Ausdruck zu verleihen.

Seit einigen Jahren wird Stuck wieder beliebter und kommt mittlerweile nicht nur noch bei Altbauten zum Einsatz. Die Dekoration fand zwar ihren Höhepunkt in der Barockzeit – gehört aber zu modernen Häusern ebenfalls wieder mit dazu und stellt einen wichtigen Trend dar. Dabei ist Stuck recht einfach anzubringen und kann je nach Material auch kostengünstig sein. Durch die günstigeren Materialien und die vielen möglichen Formen spielt Stuck nun auch bei ganz neuen Bauten eine wichtige Rolle und sorgt für einen gewissen historischen Charme.

Welche Kriterien sind beim Anbringen von Stuck wichtig?

Stuckleisten
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Damit die Stuckleisten die Fassade oder die Decken wirklich verschönern und nach einiger Zeit weiterhin gut aussehen, sind einige Kriterien zu beachten. Als ersten Punkt gilt sicherlich die Auswahl der Materialien zu überlegen. Es kann klassischer Stuck aus einem Gemisch aus Gips und Zement genauso wie moderner Stuck aus Styropor verwendet werden. Der Unterschied besteht dann vor allem in den entstehenden Kosten. Dann gibt es beim Anbringen an sich zu beachten, dass der Untergrund stimmt und der Stuck richtig angebracht wird.

Der Untergrund besteht bei Stuckleisten oder bei Faschen im besten Fall aus glattem Putz oder aus Gipsplatten. Dieser Untergrund muss in jedem Fall glatt und sauber sein. Farbreste oder Reste von Tapeten sorgen in jedem Fall dafür, dass der Stuck schlechter haftet und nicht so gut aufgetragen werden kann. Noch besser haftet Stuck übrigens dann, wenn der glatte Untergrund vor dem Auftragen noch ein wenig aufgeraut wird. Dann muss die Stuckleiste in der gewünschten Länge mit Kleber angebracht werden. Wenn die Kriterien bezüglich des Untergrunds beachtet werden, hält die Verzierung lange und entfaltet auch ihre volle Wirkung. Farb- oder Tapetenreste können allerdings zu Problemen beim Auftragen führen und sind aus diesem Grund zu vermeiden. Dann haben Sie besonders lange Freude an der Stuckleiste. Es macht auch Sinn, sich vorher sehr gründlich zu überlegen, wo und in welcher Form der Stuck angebracht werden soll.

Stuck als Kostenfaktor – sinnvoll oder nicht?

Stuckleisten oder Faschen sind sowohl vom Material als auch von der Anbringung her mit zusätzlichen Kosten verbunden. Es gilt daher bei Altbauten genau wie bei Neubauten zu überlegen, ob ein solches Gestaltungselement gewünscht wird. Dann ist es die Kosten sicherlich auch wert. Zu überlegen gilt aber noch, ob es sich um klassischen Stuck aus Gips, aus Marmor oder aus anderen teuren Materialien handeln soll – oder ob auch die günstigere Variante möglich ist. Zu den klassischen Materialien zählten beim Stuck Gips, Kalk, Zement und Sand. Die Mischverhältnisse waren dabei immer ein wenig anders. Marmor wurde eher nur zu bestimmten Zeiten verwendet – doch auch Stuck aus dem klassischen Gemisch aus Gips, Kalk und Zement ist nicht gerade günstig.

Mittlerweile kann Stuck nämlich durchaus auch aus günstigem XPS Styropor genutzt werden. Auf diese Weise wird die Verschönerung der Räume oder der Fassade deutlich günstiger. Aus allen Materialien ist der Stuck heute in vielen verschiedenen Formen erhältlich. Nur einige Optionen sind Ranken, Rosetten, Muscheln und Girlanden. Der Fantasie sind wirklich nur wenige Grenzen gesetzt. Bei Interesse an besonderen Verschönerungen der Häuser ist es daher durchaus interessant, über eine Aufwertung mit Stuckleisten und mit Faschen nachzudenken. Hochwertige Materialien und eine sorgfältige Anbringung sorgen dann auch dafür, dass diese optische Verschönerung lange erhalten bleibt.

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