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Die Medien der Geschichte  651 Seite(n)
Historizität und Medialität in interdisziplinärer Perspektive Historische Kulturwissenschaft · Band 4
Fabio Crivellari, Kay Kirchmann, Marcus Sandl, Rudolf Schlögl (Hg.)
ISBN:  3-89669-721-8
ISBN13:  978-3-89669-721-9
DOI:  

Die Medien der Geschichte
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Ausschnitt aus dem Kapitel: IV. Die Individualität der großen Individuen
 
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werden müssten. Die offensichtliche Sprachlastigkeit der historischen Semantik verträgt sich meines Erachtens schlecht mit dem Anspruch, gegen die an den wird Individualität nicht diskutiert, sondern konstituiert – und zwar durch die mediale Beobachtung einer prominenten Person, die auf ihre Einheit wer inwiefern ein Star ist, ob die betreffende Person ein Megastar oder Starlet ist usw. 175 36 Niklas Luhmann, Gesellschaftliche Struktur und semantische Tradition, in: ders., Gesellschaftsstruktur und Semantik. Studien zur Wissenssoziologie der modernen Gesellschaft, Bd. elitären Diskursen der philosophischen Höhenkammreflexion orientierten Ideengeschichte zu opponieren. Bei einer medialen Erweiterung der semantischen Forschung ergeben sich zugegebenermaßen vielfältige methodische Probleme, die durch die erforderliche Verrechnung von in verschiedenen Medien erzeugten Bedeutungen aufgeworfen werden. Allein: als beruhigende Ausrede dafür, Geschichte der Individualität zwangsläufig die Nachfrage, ob als mediale Konstituenten von ‚Bewußtseinsgeschichte‘ nicht auch nonverbale Signifikationsprozesse in die Analyse einbezogen das System kollektiver Vorstellungen als rein verbalsprachlich ausgebildete Struktur zu denken, sollten solche Schwierigkeiten ausgedient haben.36 IV. Die Individualität der großen Individuen Stellt man das intermediale Dispositiv des Stars in den Kontext einer Geschichte der Individualität, dann ist damit impliziert, 1, Frankfurt a.M. 1980, S. 971, sieht prinzipiell eine größere mediale Offenheit vor, wenn er die „Semantik einer Gesellschaft“ als Semantikstudien nur schriftliche Quellen zur Sprache. Erstaunlicherweise ist selbst die historische Untersuchung von Bedeutungssystemen in Malerei und Skulptur sprachlastig, insofern und Unverwechselbarkeit hin perspektiviert wird. Wo ein singuläres Individuum auf der Ebene der Selbstund Fremdbeobachtung erzeugt wird, läuft die Perspektive „articulate what it is to be a human in contemporary society; that is they express the particular notion we hold dass das Problem Individualität nicht abstrakt beschrieben, sondern exemplarisch an einzelnen Figuren vorgeführt und ‚gelöst‘ wird. Im Falle des Stars „ihren Vorrat an bereitgehaltenen Sinnverarbeitungsregeln“ oder „höherstufig generalisierten, relativ situationsunabhängig verfügbaren Sinn“ definiert (ebd., S. 19). Gleichwohl kommen in seinen 37 Dies kann implizit bleiben. Aber auch in den Diskursen über Stars werden immer wieder selbstreflexive Überlegungen dazu angestellt , die kunsthistorische Methode der Ikonologie nach wie vor sehr stark über den Abgleich visueller Darstellungen mit schriftlich verbreiteten Konzepten operiert. auf den Modus Individualität per se grundsätzlich mit.37 „Stars“, so hat es der wohl einflussreichste Starforscher Richard Dyer einmal formuliert,
 
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wissenschaftlichhochkulturell wie verbalsprachlichbegrifflich aktualisierten Tiefenstruktur, anstatt das Stardispositiv selbst als eine konstitutive Quelle der Individualitätssemantik anzusehen. Der Star ist für individualism. On the contrary, they articulate both the promise and the difficulty that the notion of individuality presents for all Richard Dyer, Heavenly Bodies. Film Stars and Society, Basingstoke/London 1986, S. 8. 39 Vgl. z.B.: Marian Keane, Dyer Straits: Theoretical of us who live by it.“38 Das Stardispositiv ist demnach ein Ort, an dem das Thema Individualität auf gleichermaßen maßgebliche partielle Inklusion in die verschiedenen Funktionssysteme der Gesellschaft nicht nur auszuhalten, sondern sogar erstrebenswert ist und – um eine prägnante eigenen Stars aus, die in der publizistischen Berichterstattung, in Biographien und dergleichen gefeiert werden. Um die 176 und spezifische Weise artikuliert wird. Wenn man anmahnt, das Phänomen Star in den Rahmen einer grundsätzlichen Individualitätsoder Persönlichkeitstheorie einzuordnen,39 dann Formulierung Urs Stähelis aufzugreifen – „quite good fun“ sein kann.40 Wenn Stars in diesem Sinne als populäre Figuren des 38 scheint sich allmählich auf alle Teilbereiche auszudehnen. Am hervorstechendsten Kunst und Politik, aber auch Ökonomie, Religion und Wissenschaft bilden ihre durch die Dominante philosophischer Individualitätsdiskurse zu begreifen glaubt. Damit macht man den Star als populäres Oberflächenphänomen einsinnig abhängig von einer mit diversen anderen Diskursivierungen und Figurationen von Individualität zusammen; man verkennt jedoch den Status des Stars völlig, wenn man ihn Chapter. Reconceptualising Stardom, in: Richard Dyer, Stars, London 1998 (Neuauflage), S. 178179. 40 Vgl.: Urs Stäheli, Das Populäre zwischen Cultural Issues in Studies of Film Acting, in: PostScript, 12 (1993), Nr. 2, S. 2939; sowie als Kommentar Paul MacDonald, Supplementary zugleich Ansprüchen der verschiedensten Funktionssysteme gerecht zu werden. Als populäre Figuren demonstrieren Stars den exkludierten Individuen, dass ihre stets nur Jens Ruchatz of the person, of the ‚individual‘. They do so complexly, variously – they are not straightforward affirmations of 2000, S. 321336, hier: S. 332. Die Verwendung der Kommunikationsfigur ‚Star‘, um den Inklusionssog der gesellschaftlichen Teilsysteme persuasiv zu verstärken, gesagt die Zumutung an die einzelnen zu erleichtern, einzigartig und identisch, also Individuum sein zu müssen und zugleich Rollen und die moderne Gesellschaft ein zentrales Werkzeug, um das durch die funktionale Differenzierung angefallene Problem der Exklusionsindividualität kommunikativ zu bearbeiten, anders Studies und Systemtheorie, in: Udo Göttlich/Rainer Winter (Hg.), Politik des Vergnügens. Zur Diskussion der Populärkultur in den Cultural Studies, Köln läuft man Gefahr, die Eigenleistung dieser Demonstration von Individualität zu verkennen. Zweifelsohne steht das Stardispositiv nicht isoliert da, sondern spielt
 
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Casting Shows, die Talent zusammen mit pikanten Details des Privatlebens veröffentlichen, öffentliche und private Person also simultan aufbauen. Ob die sie die Aufmerksamkeit.42 Von dieser Seite wird die Privatexistenz der jeweiligen Person interessant, dasjenige, das nicht in der ‚öffentlichen‘ Rolle Private ausdrücklich als dasjenige zu berichten, das eigentlich geheim bleiben sollte, also in Form von Enthüllung, Gerücht und Skandal oder Geschichte der Individualität Individuellen auftreten, dann handelt es sich dabei keineswegs um defizitäre oder vollständig auf andere Formen reduzierbare Verhandlungen Wert des Privaten, Frankfurt a.M., S. 17. 177 aufgeht. Die paradoxe Figur, dass das Private natürlich kommunikativ nur im Öffentlichen vorkommen kann – das semantische ‚reentry‘ der Unterscheidung jeweils beobachteten Person zum Publikum delikat auszutarieren. Bei den Figuren des Romans ist das Problem anders gelagert: Sie beziehen ihre Kandidaten je den Status des Jurors Dieter Bohlen erlangen werden, scheint indes fraglich. 43 Zum Geheimen als Teil der Semantik durch die Insignien des heimlichen Beobachters wie das unscharfe PapparazzoFoto.43 Wie man unschwer ersehen kann, reduziert das Stardispositiv die Komplexität öffentliches Auftreten prominent gewordene Persönlichkeiten – Künstler, Dichter, Musiker, Schauspieler, Sportler, aber auch Politiker oder Adelige – und bindet durch des Themas. Abschließend soll knapp skizziert werden, wie Stars strukturiert sind, um diese Funktion auszufüllen.41 Das Stardispositiv selektiert durch ihr Franck, Ökonomie der Aufmerksamkeit, München/Wien 1998, S. 151154. Derzeit wird – häufig mit kulturkritischem Impetus – festgestellt, dass der Weg BIG BROTHER zeigte sich allerdings, dass diese Art der Aufmerksamkeitsbindung nur extrem kurzfristig funktioniert. Abzuwarten bleibt das Resultat der neuen zur Prominenz nicht mehr unbedingt vom Öffentlichen zum Privaten führe, sondern unmittelbar über die mediale Inszenierung talentfreier Privatpersonen. Beim Extrembeispiel Private in Thought and Practice. Perspectives on a Grand Dichotomy, Chicago/London 1997, S. 142, hier S. 56; Beate Rössler, Der privat/öffentlich in den Bereich des Öffentlichen –, wird dabei in Kauf genommen und behindert die Plausibilität der Unterscheidung kaum. Eine der funktionalen Differenzierung und codiert sie semanBeispielhaftigkeit solcher ‚Vorbilder‘ überzeugend auszugestalten, ist es allerdings erforderlich, die Nähe und Distanz der (Hg.), Mediale Anatomien. Menschenbilder als Medienprojektionen, Bielefeld 2001, S. 331349. 42 Zur knappen Ressource Aufmerksamkeit vgl. in dieser Hinsicht: Georg fiktiven Welt. 41 Für eine ausführlichere Skizze siehe: Jens Ruchatz, Personenkult. Elemente einer Mediengeschichte des Stars, in: Annette Keck/Nicolas Pethes des Privaten vgl.: Jeff Weintraub, The Theory and the Politics of the Public/Private Distinction, in: ders./Krishan Kumar (Hg.), Public and häufig genutzte Möglichkeit, die Differenz zusätzlich zu stabilisieren, besteht außerdem darin, die Semantik des Geheimnisses zu mobilisieren und über das etwaige Distanz zu den Rezipienten anders als die Stars nicht aus einer herausgehobenen Position, sondern aus ihrer Zugehörigkeit zu einer
 
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Jens Ruchatz tisch um auf eine binäre Differenz: privat/öffentlich. Dabei wird der Privatsphäre der eigentliche Positivwert verliehen, indem man sie bestünde demnach darin, die verschiedenen Konfigurationsformen von Individualität zusammenzudenken, ohne sie in eine Hierarchie oder kausale Abhängigkeit zu setzen, um und als patriarchalische Unterscheidung dekonstruiert worden, die die Frau auf einer Seite der Unterscheidung – nämlich im Intimen, dem Kernbereich Rockstar. Einen wunderbaren Beleg für das Ableben solcher Konstrukte bietet das anregende Interview „Alice Cooper über Masken“, in: Süddeutsche Zeitung, 122133. 46 Der Homogenitätsimperativ – und als dessen Kehrseite die Unterstellung authentischer Persönlichkeit – ist bis gegen Ende des 20. selbst sei, bleibt dabei freilich unangetastet. 178 a.M. 2002, S. 1316. Vor allem aus feministischer Perspektive ist die positive Wertung des regelfreien Privatraums einer eingehenden Kritik unterzogen des Privaten – festhält und ihr die Bühne der Öffentlichkeit vorenthält. 45 Sennett, Verfall und Ende des öffentlichen Lebens, S. diese verschiedenen Modi schließlich auf ihre medialen Bedingungen hin abzuklopfen. Damit würde man die These der technischen Konfiguration des Menschen, geradezu aus dem Bereich der Gesellschaft herauslöst: Muss der Einzelne in der Öffentlichkeit den verschiedenen Anforderungen gerecht werden, so scheint schließlich im Sinne meines Aufsatztitels zu fragen, kann eine medienwissenschaftliche Perspektive zur Geschichte der Individualität beitragen. Das hier skizzierte Programm ursprünglich im Modus der Homogenität aufeinander bezogen, so scheint exponierte Heterogenität heute überhaupt kein Problem mehr darzustellen.46 Was, so wäre ‚echte‘ Privatperson überträgt, kann der Star als Modellfall dafür fungieren, wie die Divergenz beider Sphären integrierbar ist. Werden diese Bereiche Nr. 217, 20./21. September 2003, Wochenendbeilage, S. VIII: „Jetzt bin ich eigentlich nicht Alice. Alice hat sich für eine Weile, aber vor 44 Zur Präferenz für das Private seit dem Zeitalter des Liberalismus vgl.: Raymond Geuss, Privatheit. Eine Genealogie, Frankfurt Jahrhunderts maßgeblich, von Virtuosen wie Paganini über die vertragliche Regelung des Privatlebens bei den frühen Filmstars bis hin zum klassischen überformt und gewertet wird durch die allgemeinere Differenz natürlich/künstlich.45 Indem das Stardispositiv das Interesse von der öffentlichen Person auf die frei. Außer wenn ich auf der Bühne stehe oder im Studio.“ Die Idee, dass man im Privaten ganz bei sich er im privaten Bereich – der Familie – bei sich selbst zu sein.44 Richard Sennett hat gezeigt, wie diese Unterscheidung wie sie von Kittler vertreten wird, nicht unbedingt negieren, sondern zuallererst ergänzen um eine Untersuchung der Modi, in denen fiktive, strebt entschieden mehr an, als der Historiographie der Individualität lediglich die Quellenbasis zu erweitern. Das vorrangige Ziel eines medienorientierten Ansatzes sagen wir: entmaterialisiert. Alice sehen Sie auf der Bühne. Sie hören ihn auf meinem Album. [...] Er hat eigentlich immer
 
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eigenhändige Unterschrift. Geschichte und Dogmatik des Schriftformerfordernisses im deutschen Recht, Frankfurt a.M. 1973. 179 in: Media, Culture and Society, 3 (1981), S. 351361. Fernsehen mischt die Differenz privat/öffentlich vom Grundsatz her auf, insofern es kann zugleich als Medium der Aufmerksamkeit und als Medium des Privaten fungieren, etwa indem es Akteure von Fernsehserien in Talkshows die transmedialen Gattungen Interview und Biographie. Außerhalb solcher medial gebundenen Formate ist die ‚Begegnung‘ mit dem Star undenkbar. Umgekehrt kann auf andere Weise denn als juristische Beurkundung: Ihre Form wird selbst zum deutbaren Informationsträger.48 In diesen Ausführungen geht es mir personality“ setzte.47 Kaum untersucht ist hingegen bis dato die Entwicklung jener medialen Formate, die den Star als Privatperson, zumindest aber als Privatiers befragt. 48 Vgl. URL: www.mthon.de/html/geschichte.html [Stand 10.06.2003]: „Eine Unterschrift verrät ein Stück Persönlichkeit des Unterschreibenden. Jede Signatur ändert nicht so sehr um einen Beitrag zur der Startheorie, der dieses populärkulturelle Phänomen in einen sozialen Funktionszusammenhang stellt, sondern um bis hin zu Starschnitt und Sammelbildchen; das Autogramm als Ausweis körperlicher Präsenz; Berichte in den Klatschspalten von Illustrierten und Zeitungen; als reales, körperliches Gegenüber inszenieren. Zu nennen wären hier unter anderem bildliche Darstellungen von der fotografischen Cartedevisite des 19. Jahrhunderts eine Ergänzung zur Geschichte der Individualität. Wenn man aus der Perspektive des 47 Hierzu einschlägig: Jon Langer, Television’s ‚personality system‘, sich freilich auch als Zuspitzung der juristischen Forderung nach Eigenhändigkeit ansehen; zu den entsprechenden juristischen Diskursen vgl.: Heinz Holzhauer, Die Der Charakter des Schreibers ist von dem seiner Schrift nicht zu trennen.“ Eine solche ‚Lektüre‘ von Unterschriften als Autogramm lässt Geschichte der Individualität allem ‚reale‘ Individuen in Beschreibung und Darstellung konstituiert werden. Konkret gesprochen ginge es darum, die Effekten der Medien, indem man stereotyp den auf der Leinwand entrückten Filmstar gegen die vertraute, da bildschirmkleine und im Privaten rezipierte, „television nicht nur die Welt ins Wohnzimmer eindringen lässt, sondern parallel dazu zumindest einen Teil der Fernsehwelt zum Wohnzimmer macht. Fernsehen jeweils verfügbaren Medien für solche Beschreibungen und damit auf das Stardispositiv insgesamt zu rekonstruieren, um die Mediengebundenheit der jeweils realisierten sich nach Stimmungslage und Laune. Und natürlich gilt auch für Unterschriften: Die fortschreitenden Jahre hinterlassen ihre Spuren in Signaturen. [...] Konfigurationen und Muster von Individualität nachzuweisen. Geleistet worden ist ein derartiger Medienvergleich bislang hauptsächlich in Bezug auf die Aufmerksamkeit stiftenden die Einbindung der medialen Formen in das Stardispositiv auch deren Bedeutung transformieren: die Unterschrift bezeugt die Individualität ihres Urhebers hier
 
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Konfiguration eines individuellen Mediennutzers, sondern konkret die jeweils anhand verschiedener verfügbarer Medien zur Erscheinung gebrachten Individuen. Erst auf der Plattform der Medien wird Individualität zu einer – beobachtbaren – sozialen Tatsache. 180 Jens Ruchatz Starkults auf die Geschichte der Individualität blickt, dann meint ‚Individualität der Medien‘ nicht so sehr eine mögliche medientechnische
 

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