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Phenomenology and Analysis  382 Seite(n)
Essays in Central European Philosophy
Arkadiusz Chrudzimski · Wolfgang Huemer
ISBN:  3-937-20236-6

Phenomenology and Analysis
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Ausschnitt aus dem Kapitel: Brentano und die Österreichische Philosophie
 
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zum Ausdruck bringt darüber, dass Pappas „die überwiegende Mehrzahl der wesentlichen und bedeutsamen Arbeiten zu diesem Thema einfach ignoriert Hallers findet sich in Morscher (1978) und in Sauer (1982). Nozick (1977) argumentiert, dass 1. die „Austrian Methodology“ sich dadurch zuletzt 1995) zum gesellschaftlichen Hintergrund des Wiener Kreises Stellung genommen. Befremdlich erscheint daher die These von „einer noch zu schreibenden die Österreichische Philosophie WILHELM BAUMGARTNER Die Wissenschaft ist Republik. Es gibt keine nationale Philosophie. Franz Brentano h de tvn ostaricvn jilosofia legeJai pollacvV Franz Brentanos Ruf als einer der „Österreichischen Philosophen“ und sein „Einfluss auf die analytische Philosophie der Gegenwart“ auszeichnet, dass sie methodologischer Individualismus sei und dass 2. „holding there is this a priori science of human action is Würdigung. Smith hat die „HallerThese“ um eine Variante erweitert und handelt von der „NeurathHaller These“ (1994), die er dann problematisiert wonach „es eine genetische Erklärung der Eigenständigkeit der Entwicklung der Philosophie innerhalb der Grenzen der alten Donaumonarchie gibt, der zufolge logically independent of accepting the theses of methodological individualism“ (1977, 362). Auf die „Österreichische Philosophie“ geht in einer ausführlichen Besprechung Geschichte der Philosophie in Österreich“ von Pappas (2001). Darauf folgt postwendend eine Replik von Stachel (2001) worin er seine Verwunderung Phenomenology and Analysis: Essays on Central European Philosophy. Arkadiusz Chrudzimski and Wolfgang Huemer (eds), Frankfurt: ontos, 2004, 131–58. Brentano und (Marek et al., 1977) darf als allgemein bekannt vorausgesetzt werden. Ebenso bekannt ist die „HallerThese“ von der genuin Österreichischen Philosophie, zur aktuellen Literatur Stock (1983, 1984) ein und unterzieht die Geschichte und die Thesen der Philosophie in Österreich einer kritischen und noch um die „NyíriThese“ ergänzt (2000). Mulligan (2000) schlägt stattdessen eine „SchelerNeurathHallerThese“ vor. Stadler hat in einschlägigen Publikationen (vgl. das Auftreten des Wiener Kreises zumindest verständlicher als in den übrigen Darstellungen erscheint“ (Haller 1977, 57). Eine Einschränkung der These
 
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Umfeld positiv vorgeprägt sind und dass sein philosophischer Ansatz, wenigstens teilweise, diesem kulturellen Hintergrund entspringt, und von dort aus eine Arbeit, ganz neutraler Art, ... auch keine vom Dasein Gottes Carl Stumpf, ebenfalls für Wien im Gespräch, tat das seinige, damit nicht er, sondern Brentano berufen würde. Auch Brentanos Bruder und ihr wissenschaftliches Programm schon Begutachtern und Befürwortern einer möglichen Berufung bekannt. Namentlich Lotze verwendete sich für Brentano, und auch Österreichischen Philosophie ebenso wenig heranzieht. „In Wahrheit handelt es sich also bei der Geschichte der Philosophie in Österreich um eine hier nicht zu wiederholen. Stattdessen versuche ich in drei Thesen zu belegen, dass Brentanos Beziehungen zu Österreich aus seinem familiären methodologische Auffassung und seine Intention, Philosophie, Psychologie und Logik neu zu begründen bzw. zu revidieren waren wesentliche Gründe, ihn nach (katholischen) „Klima“, aus dem er einiges einbringen kann in das andere (das österreichische) „Klima“, das ihm nicht fremd ist. These – ein gescheiterter Versuch. Zu These 1: Der familiengeschichtliche Hintergrund der Familie Brentano und seine Verträglichkeit mit Brentanos Methodenansatz Brentanos weiterreichende Wirkung zeitigt. Schließlich nenne ich die Gründe für Brentanos Weggang aus Wien. These 1: Franz Brentano kommt aus einem Wien zu berufen. Noch war Brentanos Psychologie nicht publiziert, sondern lag nur auszugsweise in Druck vor, da war diese Schrift WILHELM BAUMGARTNER 132 oder unterschlägt“ und die Ergebnisse der Forschungsstelle und Dokumentationszentrum für Österreichische Philosophie und die Reihe Studien zur ausbaut. These 3: Franz Brentano bringt eine soziokulturelle Weltanschauung mit nach Wien und versucht sie zu verwirklichen und zu transformieren bereits überaus intensiv und recht gründlich bearbeitete Materie.“ Ich kann mich diesem Fazit anschließen und brauche daher diese bekannten Darstellungen Lujo war, wie oft, beratend, in praktischer Absicht, zur Hand und hatte, mit Bezug auf die Psychologie empfohlen, „bald irgendeine 2: Franz Brentano findet in der Philosophie Österreichs methodische Ansätze vor, die ihm schon geläufig sind und die er weiter
 
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„süddeutschösterreichischen“ Familientradition. Dies schloss zwei Erfahrungsmomente Brentanos und seiner Familie ein: Eine ziemlich radikale Position gegen alles „Preußische, das der Gedanken seiner Vorfahren, Lutheraner und Reformierte zu einer einigen evangelischen Kirche zu vereinen, wieder aufgenommen hat, so suchte er im Minden verbrachten Kölner Erzbischof Clemens August von DrosteVischering veranlaßt. Und dies hat zur Verdrängung meines Vaters aus seinem schönen Aufenthalt an Franz Brentano, Juni 1873) Das Wissenschaftsprogramm Brentanos war wie zugeschnitten für Österreichs Vorstellungen, und – das ist die andere, Provinzen einander näher zu bringen. Aber er kämpfte mit den Waffen des polizeilichen Zwangs. Das hat meinen Vater zum energischen BRENTANO UND DIE ÖSTERREICHISCHE PHILOSOPHIE 133 oder irgend welcher Dinge, die Parteifrage sein könnte, die Rede ist“ zu publizieren. (Brief gesellschaftlichpolitisch relevante Idee – es war in glücklicher Symbiose mit dem politischweltanschaulichen Hintergrund Brentanos gepaart. Er selbst spricht von seiner die sich auf den Schlachtfeldern des Habsburgischen Hauses im 17. und 18. Jahrhundert ausgezeichnet haben. Weiter schreibt Lujo Brentano, dass zurückkam, Rheinland und Westfalen in großer Aufregung gegen die preußische Regierung fand. Noch regierte Friedrich Wilhelm III. Wie er den Gegner dieser Bestrebungen gemacht und ihn mit allen verbunden, welche in den Rheinlanden ihnen entgegentraten (1931, 16). Als die Kölner Brentano (1931, 3) weiter berichtet, haben die Angehörigen der Familie Brentano während Jahrhunderten ... unter Habsburgischer Herrschaft gestanden ... Die Brentano de Cimaroli ... haben der österreichischen Armee zahlreiche Soldaten geliefert, darunter nicht weniger als vier FeldmarschallLeutnants und einen General, Wirren ausbrachen, hat die Begeisterung für die Freiheit der Kirche meinem Vater zur lebhaften Teilnahme für den nach der Festung Familie äußerst zuwider war, wegen seines Staatszwangs, wegen Bismarks Kirchenpolitik, aber auch wegen seiner von Hegel inspirierten Ideologie“. Wie Lujo er, als sein Vater aus Rom, wo er mit den bekannten Künstlern um Overbeck vier Jahre verbracht hatte, nach Deutschland Interesse der Einheit des Staats seine neu gewonnenen katholischen Untertanen in Rheinland und Westfalen und seine Protestantischen in den altpreußischen
 
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bemühte sich ihrerseits, unter Einschaltung von Kardinal Rauscher in Wien, Abt Hahneberg von St. Bonifaz in München und anderen kirchlichen (1931, 26f) Ein weiteres Indiz für die dezidiert österreichische Ausrichtung der Familie Brentano geht aus seiner Bemerkung hervor, wonach „zwei große Bilder des Kaiser Franz Josef und der Kaiserin Elisabeth“ in einem Zimmer des Hauses hingen (1931, 36). Weiter berichtet gläubigen Katholiken kennenzulernen. Man huldigte rigoros dem Standpunkt, der alleinseligmachenden Kirche; das Wort Toleranz galt als Äußerung seichter Oberflächlichkeit ... Gewalttätigkeit der inneren wie der äußeren Politik Preußens nie aufhören lassen, dessen Gegner zu sein“ (1931, 62). Für die Berufungsangelegenheit Die Katholiken sperrten sich ein in im festen Glauben verwurzelten Eigensein; sie verzichteten auf friedlichen Kulturverkehr mit der Wissenschaft. Umgekehrt WILHELM BAUMGARTNER 134 durch den preußischen Polizeistaat geführt, womit ein großer Vermögensverlust verbunden war. (1931, 16f) Dazu gesellte sich – Lujo, dass man „in unserem gut katholischen Hause kein Freund der Jesuiten“ war. Man wunderte sich nicht „über die große – besonders der Mutter Brentanos. Ich habe in meiner Aschaffenburger Familie reichlich Gelegenheit gehabt, das abschätzende Urteil über alle nicht Stellungnahme zum I. Vatikanum) beseitigt werden. wenigstens zu dieser Zeit – die süddeutschkatholische Einstellung der Familie – „einer streng katholischen und hoch konservativen Familie“ (1931, 17) Daß ich aus einem Konservativen zu einem Liberalen geworden bin, und zwar gerade infolge meines Katholizismus [war] das vielleicht Wichtigste. katholischen Kirche“ (1931, 37). „Die Ansprüche, die er [Franz Brentano] als Ethiker an den Staat stellte, haben ihn wegen der Persönlichkeiten im Katholizismus, für die Berufung ihres Sohnes nach Wien. So konnten bestimmte Bedenken an der Kirchentreue Brentanos (siehe seine mit Wien nicht uninteressant ist das Bemühen der Mutter Brentanos. Diese, bekannt mit den maßgeblichen katholischen Institutionen und deren Leitern, Freundschaft zwischen Preußen und Jesuiten“ „denn die Preußen seien die Jesuiten in Deutschland und die Jesuiten die Preußen in der wurden die Wissenschaftler voll Mißtrauen gegen die Katholiken und behandelten voll Vorurteil deren Leistungen ohne nähere Prüfung als minderwertig ...
 
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im Durchschnitt nicht gerade das philosophisch disponierteste Publikum bietet. Doch sind von meinen hier gebildeten Schülern schon zwei Universitätsprofessoren und Blätter die gehässigsten Nachrichten über mich gesendet, wie intrigant ich mich gegen die Kollegen benommen, was ich für ein jesuitischer an diesen methodologischen Grundeinstellungen selbst schon während seiner Würzburger Zeit, insbe Ausbruch drohte. Meine geehrten Würzburger Feinde hatten nämlich ihren Eifer für mich so weit getrieben, daß sie in die Wiener ich während des Vortrags so glücklich war, mehr und mehr die Sympathien des Publikums zu gewinnen. Äußerungen des Beifalls wurden [der erste Teil der Psychologie Brentanos] nicht publiziert, als plötzlich der Ruf nach Wien an mich kam, dem ich mit nicht einmal ich selbst wußte, während ich sprach, daß ich wie auf einem Vulkan stand, der jeden Augenblick mit einem meinem deutschen Herzen alter Zeit gern folgte. Im April hielt ich meine Antrittsvorlesung über die Gründe der Entmutigung auf dem Gebiet der Philosophie, denen Sie vielleicht begegnet sind. Sie ahnten aber wohl kaum unter welchen Verhältnissen sie gehalten wurde. Ja ein paar Dozenten. Und jetzt habe ich einen Kreis von jungen Leuten um mich, die zum Teil viel versprechen. (Brief Charakter sei, usw. Zum Glück hatte ich sie nicht gelesen. Aber die Studentenschaft war dadurch aufgewiegelt; wohl 400–500 füllten den laut und wiederholten sich und die Stunde, welche mir das furchtbarste Peread bereiten sollte, endete mit einem solchen Ablaus der der Bann gebrochen. Und von Jahr zu Jahr hob sich die Frequenz meiner Vorlesungen, obwohl ich beklagen muß, daß Wien mir die Möglichkeiten nehme weiter noch an der Universität zu bleiben. Wirklich begannen nach wenigen Worten, die ich gesprochen, etliche (in Österreich) Theoreme methodischer Art in Ansätzen (Herbart, Bolzano, aber auch Menger 1871) vor (vgl. Smith 1994, 299ff.) Brentano arbeitet jungen Zuhörerschaft, daß ein Sektionschef mir versicherte, noch nie sei ein neuer Lehrer mit solchem Beifall aufgenommen worden. So war Saal, in dem auch der Minister und andere Spitzen erschienen waren, und die Verabredung war, einen Höllenskandal zu machen, der BRENTANO UND DIE ÖSTERREICHISCHE PHILOSOPHIE 135 An Hermann Schell trägt Brentano brieflich Selbstbiographisches zu diesem Kontext vor: Noch war er nicht an. Und ich sprach weiter, ohne die Ungezogenheit auch nur bemerkt zu haben. Und siehe da! Es geschah, daß zu lärmen. Doch die Mehrheit, die dann doch erst einen Anlaß in irgendwelchem zu mißbilligendem Wort abwarten wollte, schloß sich an Hermann Schell, 22.12.1885. In Haßenfuß 1978, 43f) Zu These 2: Das Wissenschaftsprogramm Brentanos Franz Brentano findet in der Philosophie
 
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gutes Beispiel für diese Vorgehensweise findet sich in Brentanos „Über die Zukunft der Philosophie”, wo er die Inaugurationsrede A. Exners kecken Behauptungen“ von ihren unterstellten AprioriVoraussetzungen zu reinigen. Deshalb sein ceterum censeo: Philosophie, will sie als Wissenschaft gelten, müsse nach gewissen idealen Anschauung“ (Brentano 1924, Einleitung) vertrage, nämlich infolge gründlicher Überprüfung empiristischer Theorien, macht den besonderen Reiz, aber auch die Scholastiker geblieben.) Brentano nimmt sich gern zentraler Thesen von Autoren an, überprüft deren Widerspruchsfreiheit bzw. weist durch reductio ad absurdum WILHELM BAUMGARTNER 136 sondere in seiner Psychologie von 1874. Es ist deshalb alles andere als zufällig, dass Brentanos Methodologie ziemlich genau mit der Forderung des curriculum philosophiae in Österreich übereinstimmt: Logik, Metaphysik, Psychologie. Seine Vorstellung dieser Wissenschaft inklusive des Versuchs bei seinem Lehrer Clemens in Münster in die Philosophie der Scholastik eingeführt wurde. Brentano hatte auch vor, über die Philosophie ihrer „Erneuerung“ passt nun einerseits in österreichische Tradition; andererseits versucht er, Herbarts metaphysisch begründete Psychologie und Bolzanos Logik mit ihren Schritt für Schritt demontiert. Exner sei methodisch unsauber, sprachlich schlampig, geleitet von unbegründeten Annahmen, argumentativ unzulänglich und nicht zuletzt geleitet der empirischanalytischinduktiven Methode ansetzen, um dann die gefundenen Ergebnisse deduktiv verwerten zu können. Dass sich empirischer Ansatz auch mit „einer Schwierigkeit von Brentanos Philosophie aus. 1. Seine Logik der Prüfung mutet nach scholastischer Methode an. (Es ist bekannt, dass Brentano deren Unhaltbarkeit nach und lässt nur evidente bzw. nachweisbare Begründungen gelten. Allen anderen steht ein logisches sed contra entgegen. Ein von einem primär praktischen Interesse, nämlich „seine ‘politische Wissenschaft’ als etwaige Erbin der Philosophie“ zu etablieren. „Logik der Prüfung“ zu unterziehen. Brentanos ganze Ausrichtung geht darauf, die bei den Philosophen des „deutschen Idealismus“ gefundenen, unbewiesenen „widernatürlich „Sätzen an sich“ mit einerseits seiner „empirischen Psychologie“, andererseits mit seiner Ontologie und Sprachkritik zu revidieren, zu ergänzen und einer von Franzisco Suares seine Promotion zu schreiben. Viele Jahre später noch unterstellen andere Autoren, namentlich Dilthey, Brentano, er sei ein
 
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Humes skeptische Philosophie ermangele also grundsätzlich durchgängiger Logik und sei, statt eine Begründung des Empirismus zu liefern, das Ende eines zum Ergebnis, dass etwa Humes skeptische Einwände gegen Erkenntnis, etwa seine Interpretation des Kausalitätsgesetzes als assoziatives, gewohnheitsmäßiges AufeinanderFolgen schon allein „Hypothese aller Hypothesen“. Innere Wahrnehmung dagegen gilt ihm als „Wahrnehmen“ im eigentlichen Sinn, da sie evidente, untrügliche „Wahrnehmung der Wahrnehmung“ GegenThesen zu erbringen. 2. Man bezeichnet Brentano gewöhnlich als einen „Empiriker“. Auch hierbei gilt es zu beachten, dass der Empirismus (Brentano 1982) ist. Transzendente Gegenstände untersucht Brentano hingegen nicht daraufhin, wie sie uns erscheinen, sondern auf ihre minimalen notwendigen Eigenschaften und ihre analytischapriorischen Strukturen. Er fragt also nicht nach der „Erscheinung“ etwa eines geometrischen Gegenstandes, sondern welche Eigenschaften ein solcher BRENTANO UND DIE ÖSTERREICHISCHE PHILOSOPHIE 137 Der Brentano unterstellte „Scholastizismus“ erweist sich bei näherem Hinsehen nicht als überlebte Methode, sondern der bei ihnen feststellbaren „Gesetze der Assoziation“, die laut Brentanos Analyse gar keine wissenschaftlichen Gesetze sind. Brentanos Kritik am transzendentalen Gegenstand haben muss. Nicht um die apriorischen Anschauungsformen (Kant) als Bedingung der Möglichkeit für die Erkenntnis solcher Gegenstände geht es, so ver Empirismus. Ähnlich scharf kritisiert Brentano die beiden Mills, ansonsten als Analytiker bzw. Logiker von ihm methodisch hochgeachtet, ob Brentanos in einem speziellen Sinne gebraucht wird, nämlich als Empirie der inneren Wahrnehmung. Die Annahme der Außenwelt bleibt ihm nur deswegen hinfällig seien, weil ein „dogmatisches Element, das Vertrauen auf gewohnheitsmäßige Erwartungen, die logischen Lücken ausfüllen“ (Brentano, 1970, 152) müsse. sondern um die analytischapriorisch inhärenten Eigenschaften solcher Dinge. Brentanos Untersuchungen des „englischen Empirismus“ folgen der gleichen methodischen Fragestellung und haben als Widerlegung und Zurückweisung nicht überprüfter Voraussetzung und der darauf fußenden unzulässigen Folgerung. Brentano lässt es aber nicht damit seine Idealismus und am Empirismus à la Hume sind wegweisend ge Bewendung haben, Theoreme zu falsifizieren (etwa wie bei Popper), sondern macht sich jeweils daran, Gründe für eine Verifizierung der eigenen
 
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zu einer Wissenschaft solche Wahrheiten zusammenfaßt, die innerlich verwandt sind ... Man stellt die näher verwandten enger zusammen, um so 1952, 3). Brentanos Auffassung der theoretischen Wissenschaft erfolgt im Interesse der besseren Erkenntnis. Diesem wird am besten gedient, wenn man aller gebotenen Umsicht vor ein Bild ihres natürlichen Zusammenhanges zu gewinnen. Die Forschung gedeiht auf diese Weise am Besten. Sie bedarf der Arbeitsteilung, und fassen, je nach Gegenstand und Weise der Untersuchung des Gegenstandes: Erste Philosophie oder Metaphysik; Mathematik; Physik / Naturwissenschaft (vgl. Brentano Naturwissenschaft.“ Bei späterer Gelegenheit macht Brentano jedoch auch darauf aufmerksam, daß die öffentliche Meinung, die augenblicklich mehr und mehr zur naturwissenschaftlichen Disziplinen. Das magere Hühnchen mit dem Gefüllsel scheint ein ganz ansehnlich fetter Braten geworden. Aber natürlich ist die Geisteswissenschaft innerlich aller Ernst fehlt ... 2. Der Fall des Wechselbalges. Man bringt unter geisteswissenschaftlichem Titel größten Teils nur Excerpten aus Anwendung naturwissenschaftlicher Methode auf geistigem Gebiete ermuntert, hier oft zu wahren wissenschaftlichen Vergehen ... Anlaß gibt. ... Klassen solcher Verkehrtheit nach denen die Forschungsgebiete abgesondert werden, wenn es sich um reine Theorie handelt. (Brentano 1952, 3; vgl. Brentano 1956, 4; damit um keine einzige Entdeckung bereichert; ja, die Untersuchungen welche die allerwesentlichsten zusammen sind, werden nun oft völlig sistiert ... 3. Der Fall diletantischen Übergriffes eines Naturforschers in geistige Gebiete ... Ein Naturforscher, der, auf seinem eigensten Feld arbeitend, mit Brentano 1963, 227) Interessant ist die Sicht Brentanos von der Verwandtschaft von Physik und Metaphysik. Diese Sicht hatte sich schon WILHELM BAUMGARTNER 138 worden für seine Schüler und damit auch für die sogenannte Österreichische Philosophie. 3. Brentanos Wissenschaftsauffassung ist dadurch diese erfolgt den Unterschieden der Begabungen entsprechend. Diese Unterschiede der Begabungen und das Bedürfnis nach Arbeitsteilung bestimmen also die Grenzen, [sind:] 1. Der Fall naturwissenschaftlicher Schminke. Man gibt sich äußerlich den Anschein, als ob man nach naturwissenschaftlicher Methode vorgehe, während gekennzeichnet, dass er eine strenge Fassung der theoretischen oder epistemischen Wissenschaften anstrebt. Nach ihm sind unter die theoretischen Wissenschaften zu deutlich gemacht in seiner vierten Habilitationsthese (Brentano 1866), wonach „die wahre Methode der Philosophie keine andere ist als die der
 
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erstes untersucht werden, um gesichertes Wissen über Transzendentales (die Gegenstandsseite des Wissens) gewinnen zu können. Dieser erkenntnistheoretische Zugang zu den Gegenständen der Metaphysik (Ontologie des Denkens; Ontologie der Dinge; Theologie; Kosmologie) gilt nach Brentano ebenso für Naturwissenschaft / Physik. Dieser daß als Gegenstand der Wissenschaft etwas erscheint, was wahrhaft und wirklich [und nicht als „bloßes“ Phänomen] besteht... (Brentano 1924, 138f) war Brentano bereits in seiner Würzburger Metaphysik Vorlesung eingegangen, wonach die Metaphysik, bevor sie sich der Erforschung des Allgemeinontischen zuwende, in ehrlichem Glauben zur naturwissenschaftlichen Methode und will nach ihr verfahren; aber, da er sie nicht genugsam kennt, so entspricht eine apologetische Aufgabe lösen müsse: Die Abwehr skeptischer Einwände gegen die Zuverlässigkeit der Wahrnehmung und den Charakter der Axiome (Apologetik seinem Wollen nicht sein Können ... 5. Der Fall des Übersehens der Grenze zwischen lehrmäßigem Wissen und wissenschaftlichem und künstlerischem als ob er, die Grenze überschreitend, plötzlich ein anderer Mensch geworden wäre und seinen ganzen, durch wissenschaftliche Übung wohl disziplinierten sich selbst. Jeder Einfall wird ihm zur gesicherten These ... 4. Der Fall von logischer Unkenntnis. Es bekennt sich einer Gesetze der Koexistenz und Sukzession fest ... Betrachtet man diese Kräfte als das Objekt, so hat dies auch das Konveniente, wird die Aufgabe zugeschrieben die Aufeinanderfolge der physischen Phänomene normaler und reiner (durch keine besonderen psychischen Zustände und Vorgänge mit Takt. (Brentano 1968, 75–9). Auf diese „Auswüchse, zu denen die öffentliche Meinung zugunsten naturwissenschaftlicher Methoden auf dem Geistesgebiete Anlaß“ gibt, ihr Kräfte zuzuschreiben, welche die Empfindungen hervorbringen und sich gegenseitig in ihrem Wirken beeinflussen, und stelle für diese Kräfte die Charakter verloren hätte. Das Vertrauen auf die naturwissenschaftliche Methode verkehrt sich bei ihm in gewisser Weise in ein Vertrauen auf des Wissens / Vernunftwissens gegen die Skeptiker und Kritiker). Die Erkenntnisprinzipien und die Schranken ihrer Gültigkeit müssen nach Brentano als auf unsre Sinnesorgane zu erklären ... Ohne über die absolute Beschaffenheit dieser Welt Aufschluß zu geben, begnüge sie sich damit, beeinflußten) Sensationen aufgrund der Annahme der Einwirkung einer raumähnlich in drei Dimensionen ausgebreiteten und zeitähnlich in einer Richtung verlaufenden Welt BRENTANO UND DIE ÖSTERREICHISCHE PHILOSOPHIE 139 geht, erlaubt sich manchmal auf einem Geistesgebiet in der frivolsten Weise abzusprechen. Es ist,
 
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der Psychologie jedoch „vor allem die innere Wahrnehmung der eigenen psychischen Phänomene“. Was eine Vorstellung, was ein Urteil, was Freude davon würden wir niemals eine Kenntnis gewinnen, wenn nicht die innere Wahrnehmung in den eigenen Phänomenen es uns vorführte. (Brentano (möglichst) ohne metaphysische Annahmen auskommen. Beide Disziplinen müssen empirischinduktiv vorgehen: Vollständige Aufzählung der gefundenen Phänomene; direkte Feststellung der obersten und und Leid, Begierde und Abneigung, Hoffnung und Furcht, Mut und Verzagen, was ein Entschluß und eine Absicht des Willens sei, der Überlegung, dass „nicht eine Ableitung psychischer Gesetze aus physischem zu ihrer weiteren WILHELM BAUMGARTNER 140 Es erscheint wichtig, hier mit Emphase zu betonen, dass sowohl Metaphysik wie Physik / Naturwissenschaft ohne psychologische vom „veränderlichen Einfluss unerforschter physiologischer Prozesse ... abhängig“ ist und sieht ein, „daß die Intensität der psychischen Erscheinungen, welche wesentlich um damit deutlich zu machen, dass er nicht von „Seele“ als einem metaphysisch vorbelasteten Begriff handelt. Psychologie wie Naturwissenschaft müssen Wie für die Naturwissenschaft fordert Brentano auch für deren „Schwesternwissenschaft“, die Psychologie, Wahrnehmung und Erfahrung als Grundlage heranzuziehen, hier, in allgemeinsten Gesetze der Succession dieser Phänomene nach den Regeln der Induktion; Deduktion speziellerer Gesetze aus den Gesetzen sehr umfassender Allgemeinheit; bestimmt werden können, ist in diesem Sinne eine „Erfahrungswissenschaft“ spezieller Natur. Brentano legt Wert darauf, von „psychischen Erscheinungen“ zu sprechen Verifikation der spezielleren Gesetze durch „Erfahrungstatsachen“ (vgl. Brentano 1924, 63). Brentano sieht die Erschwernisse dieses Vorhabens, das, weil empirisch vorgehend, mit maßgebend ist, bis jetzt einer genauen Messung nicht unterworfen werden kann.“ (Brentano 1924, 102) Diese Schwierigkeiten umgeht er mit 1924, 40) Die Psychologie als „Wissenschaft von den psychischen Erscheinungen“ welche intentional existent, ausdehnungslos und ohne räumliche Lage erfasst und Implikate, „durch keine besonderen psychischen Zustände und Vorgänge“ beeinflusst auszukommen haben. Methodisch hingegen haben diese Wissenschaften allesamt analog zu verfahren.
 
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exakte, unabhängige (frei von metaphysischen und theologischen und spekulativen Annahmen) Wissenschaft zu sein, die methodischanalog den Naturwissenschaften ihre eigenen Gegenstände vielfach noch nicht klar geworden ist“ (Brentano 1968, 94f). Der Sack, auf den Brentano hier eindrischt, ist die sogenannte Philosophie BRENTANO UND DIE ÖSTERREICHISCHE PHILOSOPHIE 141 Erklärung wünschenswert und nötig“, ja auch nicht möglich sei, da man beim „Übergang vom menschlich ist, sein Ringen bleibt vergeblich und das Ergebnis kann kein erfreuliches und befriedigendes sein, so sehr auch der Anblick ein Blick in die Geschichte der Philosophie zeigt, erschwerend andersartige Ansprüche entgegen. Dies kann man als Indiz ansehen, dass Philosophie sich zwar stets mit grundlegenden Fragen beschäftigt habe, aber auch Gefahr gelaufen sei, vermeintlichen Problemen nachzugehen. Selbstimmunisierende Systeme lassen sich einer so wunderbaren Kraftentwicklung oft unser Entzücken und unsere höchste Bewunderung erregen muss. (Brentano 1968, 122) des deutschen Idealismus; der Esel, den er meint, ist Schelling. Auf ihn gemünzt ist das Bild eines tragischen, künstlerischen Philosophen, kaum durch kritische Einwände „von außen“ angreifen. Ein philosophisches System wird allenfalls durch ein anderes ersetzt. Und so komme es sie über die Grenzen möglicher Erkenntnis und über die richtige Weise, in welcher sie ihre Fragen zu stellen hat, sich der sich schlicht überhoben habe: Wie die Giganten Berge auf Berge türmend, den Himmel erstürmen wollen, so strebt auch seine Mills Logik, VI, Kap. 10) Die Forderung, die Brentano an die Philosophie hat, lässt sich so darstellen: Sie hat theoretische, allzu große Kühnheit immer das Unmögliche an, und wenn er daher auch mit einer Kraft ringt, die beinahe mehr als physischem Gebiet in das der psychischen Phänomene“ auf neue „unüberschreitbare Grenzen der Naturerklärung“ stoße. (Brentano 1924, 66f. unter Bezug auf zu „gänzlichen Umwälzungen, welche die Philosophie das eine und das andere Mal erleidet.“ Um diesem „Übelstand“ abzuhelfen, dessen Diagnose „Mangel an allgemein angenommenen Lehrsätzen“ lautet, müsse gefragt werden, ob dieser „zurückgebliebene Zustand der Philosophie“ nicht „ein Zeichen davon“ sei, „daß „naturgemäß“ untersuchen muss. Nur so hat sie Anspruch auf Wissenschaftlichkeit. Diesem Anspruch freilich, als Wissenschaft gelten zu können, stehen, wie
 
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durch direkte Erfahrung länger mit ihr vertrauten Arzt um Hilfe anruft“ (Brentano 1968, 33f). Was Brentano hier empfiehlt ist, das Würzburger Vorgänger Schelling, im Beisein des Schellingianers Hofmann, bei seinem Habilitationsvortrag ziemlich unverfroren um. Brentanos philosophisches Bemühen, das sich durch Krankheitsfall dem anderen gleich ist, und so bekannt ist der unanalysierbare Einfluss individueller Konstitution, dass man allgemein am liebsten den der Erscheinung nötig wäre“ nicht ermessen werden. Hier sei man auf empirische Erfassung der gesetzmäßigen Beziehungen angewiesen. Allerdings müsse man Gesetz der großen Zahlen bestimme er unbekanntes „mit einer ins unendliche wachsenden Sicherheit und Genauigkeit“ und könne aus diesem sorgfältig versagen, „stolze Systeme“ zu errichten. „Geduldig“ müsse man „einzelne Ergebnisse“ zu erreichen suchen. „Bescheidenheit gegenüber der Natur, gegenüber der Fülle Was und wie der Psychologe vom Naturwissenschaftler lernen könne sei dies: In einfacheren Fällen passe der Naturforscher sich den Verhältnissen einer wahrhaft wissenschaftlichen Arbeit, einer nüchternen, auf Tatsachen gegründeten Einzelforschung sich unterzogen, oder auf anderen Gebieten des Wissens erfolgreich tätig sich vollauf bewusst sein, dass so festgestellte Gesetzmäßigkeiten nicht den Genauigkeitsgrad „voll analysierter Lehrsätze haben. Der Pathologe weiß, dass kein WILHELM BAUMGARTNER 142 Brentano münzt hier die Mär von den Schildbürgern, wie sie in Hauffs Märchen geschildert werden, auf seinen ermittelten hohen Wahrscheinlichkeitsgrad deduzierend Einzelergebnisse ableiten. In schwierigeren Fällen der Gesetzesbildung könnten die „Ursachen so, wie es zu deduktiver Behandlung der ungelösten Aufgaben“, gepaart mit gesundem Selbstbewusstsein seien verlangt. „Auf Tatsachen [müsse] die philosophische Wissenschaft gegründet werden“ (Brentano 1968, 127–31). Wissenschaft“ zu bringen. Bei diesem Unterfangen stützt er sich auf „Lehrer und Führer welche entweder auf dem Gebiete der Philosophie das Beispiel gegeben haben, wie man einen noch wenig bearbeiteten wissenschaftlichen Boden glücklich zu kultivieren vermag.“ Man müsse es sich an (d.h. er kreiere die Verhältnisse nicht, sondern untersuche die Phänomene) und greife zum Verfahren der direkten Induktion. Nach dem „Verfahren zu ändern“, à la Mill, entsprechend der besonderen Natur der Ge sein gesamtes Opus verfolgen lässt, geht darauf aus, eine „Logik der Forschung“ zu entwickeln, „Ansätze zur Erneuerung der Philosophie als
 
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zu erzielen, hier, auf das unmögliche verzichtend, das wissenschaftlich mögliche zu erreichen.“ Was wie platter Pragmatismus klingt, ist indes Ergebnis für eine Publikation erachtete; andererseits blitzt doch starkes, ja überaus starkes Selbstbewußtsein auf, wenn er etwa rhetorisch fragt „Hat er eine verfeinerte Psychologie zu entwickeln: Die Deskriptive Psychologie.1 1 Brentanos Wissenschaftskonzeption umfasst die folgenden Gebiete: Das Konzept einer Neubegründung der Metaphysik als Wissenschaft – seine „analytische Metaphysik“; Weiterbildung der Metaphysik: a) die Transzendentalphilosophie: Widerlegung der skeptischen Einwände; Ausweis axiomatischen Wissens; Zuhilfenahme der naturwissenschaftlichen Vorgehensweise, die er „maßgeblich vorgedacht“ findet, als Remedur für verfehlte philosophische Vorgehensweise empfiehlt, sagt er, und deswegen vom empirischen Standpunkt und als Weg zur Einführung zur „reinen Phänomenologie“ (vgl. Stumpf; Husserl); d) die Sprachphilosophie als Instrument klarer, seiner Kritik den kritisierten Lehren immer Gerechtigkeit hat angedeihen lassen, oder hat angedeihen lassen wollen (vgl. Brentano 1970) darf füglich die Theorie der Evidenz (vgl. Husserl); b) Ontologie als Gegenstandstheorie (vgl. Meinong); c) die Deskriptive Psychologie als Fortführung der Psychologie gedanklicher Fassung von Sprachelementen und deren Zusammenhang in Sprache (vgl. Marty); e) „Die neue Logik“: Umfor sorgfältiger Ventilation von philosophischen Vorlagen, die an ihren, sei es hochgesteckten, sei es nicht einlösbaren Vorgaben scheiterten, da sie entweder BRENTANO UND DIE ÖSTERREICHISCHE PHILOSOPHIE 143 genstände und die „Ansprüche bald zu steigern, bald herabzustimmen, um dort den volleren Erfolg strenge Kritiker leidet einerseits an Publikationshemmung, da er viele seiner Skripten zwar „im Kopf fertig“ hat, aber noch als unreif befragt werden. Er ist aber auch gestrenge mit „den“ insofern maßgebenden Philosophen, als er bei ihnen rigorose wissenschaftliche Maßstäbe vorgedacht nicht wesentlich gedacht wie wir?“ (Brief an Anton Marty mit Blick auf Aristoteles). Was Brentano, mit Blick auf und unter logische Schnitzer, sprachlogische Schlampigkeiten, Unsicherheit in der Methode aufwiesen, kurz: unwissenschaftlich vorgingen (vgl. auch die VierPhasenLehre, 1968a). Ob Brentano in auch die etwas holzschnittartigen Zuspitzungen seiner Bemerkungen, vor einem öffentlichen Wiener Publikum. In seiner Gelehrtenfabrik macht er sich gleichzeitig daran, sieht, und die er deswegen auch als Muster bzw. Bestätigung bzw. Befragung seiner Denkergebnisse herausstellt. Der auch in eigener Sache
 
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in Österreich vorfindet, die er aber transformieren und liberalisieren will (auch in eigener Sache), scheitert aber schließlich an der restaurativen Salon auch der Schüler Brentanos, Hugo von Hofmannsthal, verkehrte. Diese Familien zeichneten sich durch engen persönlichen Zusammenhalt aus, teilten die die des mulierung aller Aussagen in Existenzialaussagen (vgl. Hillebrand); f) Die Theorie der Inhalte der Empfindungen („ProtoPhänomenologie“): Phänomenologie als Vorwissenschaft gleiche liberale Einstellung auf großbürgerlichem Hintergrund. Brentano war als Philosoph und auch als Poet gern gesehener Gast und bildete sozusagen Nicht bloß Spiele erfand er, er führte sie auch ein in das BocciaSpiel, in die Technik des Bumerangs, auch in WILHELM BAUMGARTNER 144 Zu These 3: Brentanos philosophischer und kulturpolitischer Reformvorschlag Franz Brentano bringt politische Ansichten mit, die er auch Familie Gomperz in verwandtschaftlicher Beziehung stand, die Familie von Wertheimstein, die wiederum mit den Familien Auspitz und Gomperz verwandt waren die Hand reichte“ (Brentano 1895, 9). Der junge, eben nach Wien berufene Brentano hatte schnell Anschluss gefunden an persönliche und politische Freunde, insbesondere Theodor Gomperz und seine Familie, die mit Gomperz verwandte Familie Auspitz, die Familie Bettelheim, die wiederum mit das kulturelle Pendant zu den im wesentlichen wirtschaftlich orientierten Familienhäusern. Aber nicht nur der geistreiche Parleur, nach dessen Ansicht Dichtung die er sich, quasi seelenverwandt mit dieser, schnell einfindet, nicht zuletzt deshalb, weil er sich auch als Person einbringt. Er siehe Hemecker 1991; Baumgartner 2000. fühlt sich „mit meinen neuen Landsleuten verbrüdert“, und das noch mehr „als eine der edelsten Töchter Wiens mir als Gattin Politik. Von Brentanos Österreichfreundlicher Einstellung war schon die Rede. Was weniger bekannt ist: Er findet eine großbürgerliche Atmosphäre vor, in und schließlich Familie Lieben, ebenfalls mit Familie Auspitz verschwägert, und schließlich noch die Familie von Plener und Todesco, in deren (vgl. Stumpf) und der Ausbau durch Husserl; g) „Die Anatomie des Seelenlebens“ (vgl. Freud). – Zu Freuds Beziehungen zu Brentano „die philosophischste Disziplin“ neben der Philosophie selbst war, war gefragt, auch der Erzieher und geistreiche Freund der Kinder dieser Familien.
 
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BRENTANO UND DIE ÖSTERREICHISCHE PHILOSOPHIE 145 SchachSpiels, machte sie in einfachen Experimenten mit der Erscheinung von Komplementärfarben bekannt, trug ihnen DonnerstagAbendVorlesungen. Onkel Franz begann sein Vorlesungsprogramm mit Märchen, mit den sinnund gemütvollen Märchen seines Oheims Clemens Brentano, mit den Geschichten weichen, ... Bariton die Sprache in jeder Lage beherrschte, dessen künstlerisches Empfinden ihn befähigte, jeder Stimmung entsprechenden Ausdruck zu verleihen Eros im „kleinen“ sehen, der parallel zu seinem „großen“ Programm läuft, und mag ferner daraus eine Symbiose von Leben und Vergnügen bereitete die spannende Erzählung, was für Heiterkeit lösten die unwiderstehlich komischen Situationen und witzigen Wortspiele aus! Man konnte sich und munterer, „Romeo und Julia“ zarter und poetischer wiedergegeben werden könne ... Dazwischen gab es Ausflüge zu Calderon ..., Cervantes ... Mit der Zeit wurde die Vortragsreihe erweitert und immer mehr ausgestaltet. Shakespeare Dramen liess Onkel Franz vor seinen Zuhörern Klavier vor und sang dazu. Auch Stücke seines Onkels Clemens Brentano vermittelte er ihnen lebhaft. Am beliebtesten waren Brentanos sogenannte aber auch keinen besseren Interpreten für diese alle menschlichen Gemütsbewegungen umfassenden Märchen denken, als Franz Brentano, der mit seinem klangvollen, Brentano, es bestehe wohl kein Zweifel mehr, daß es auch den philosophischen Dingen keine andere Lehrmeisterin geben kann, als die von „MüllerRadlauf“ und dem Rhein, von den Ahnen des Müllers, vom Murmeltier, vom „Schulmeister Klopfstock“, und all den andern. Die sondern daß der Philosoph wie jeder andere Forscher nur Schritt für Schritt erobernd auf seinem Gebiete vordringen kann. Aber etwas aus seiner nachmalig berühmten RätselSammlung Aenigmatas (1878) vor, stellte Aufgaben philosophischer und psychologischer Natur oder spielte ihnen Stücke auf dem Erfahrung, und daß es nicht darauf ankommt, mit einem genialen Wurfe das Ganze einer vollkommeneren Weltanschauung vorzulegen [er meint Schelling], erstehen, und ich glaube kaum, daß „Macbeth“ und „Hamlet“ schauriger und eindrucksvoller „Der Widerspenstigen Zähmung“ und „Was ihr wollt!“ liebenswürdiger Lehre Brentanos erblicken. Bei seiner Antrittsrede in Wien 1874 „Über die Gründe der Entmutigung auf philosophischem Gebiete“ (1968, 83–100) betont anderes erregt Bedenken. Es fragt sich, ob auch nur ein solches, bescheideneres Unternehmen gelingen Krone von allem war das Buch von „Gockel, Hinckel und Gackeleia“ in der unverkürzten, nicht allgemein bekannten Fassung. Was für ..., Eichendorff ..., Keller ..., Goethe ..., Grillparzer. (Winter 1927, 23–5) Man mag darin ein gutes Beispiel für Brentanos erzieherischen
 
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die Natur selbst hier dem Streben der Wissenschaft gesetzt habe. Nur der zurückgebliebene Zustand der Philosophie hat es aber verschuldet, gegenwärtige Philosophie „Folge ihres zurückgebliebenen Zustands“ sei. Es ist ein Zeichen davon, daß sie über die Grenze möglicher Erkenntnis und und wo Wahrheit ist, da ist Einigkeit. De facto sei in der „philosophischen Welt um uns“ weder Einheit und Übereinstimmung Umschwung der Systeme“, eines oft im Gegensatz zum andern. Philosophie werde deshalb in theoretischer als auch praktischer Hinsicht als unfruchtbar „indem die spätere Zeit die Erbschaft der früheren antritt“, finde sich in der Philosophie, auch der neuesten Zeit „ein gänzlicher vergangenen Zeit. ... Die Gegenwart ist aber dann wohl eine Zeit des Überganges von jener entarteten Weise des Philosophierens, zu im Sinne des Zeitgeistes, entwickelt Brentano sein eigentliches Programm, das der „Entmutigung“ abhelfen solle: Man müsse zwar konstatieren, dass die gesehen. Auch werde der Philosophie gemeiniglich zugeschrieben, ihre Erklärung und Ergründung sei, da der Philosoph „in das Innere Was und der Lehre noch unter den Schulen, selbst in grundlegenden Sätzen zu finden. Statt einer Vervollständigung von Wissen in denkerischer Tradition, daß die Philosophen sich nun wirklich häufiger dieser Fragen bemächtigten ... So zeigte in der Tat die philosophische Forschung nicht über die richtige Weise, in welcher sie ihre Fragen zu stellen hat, sich vielfach noch nicht klar geworden ist ... veranlaßten, und eine Prüfung ihrer Kraft und Berechtigung. (Brentano 1968, 85f) Grundsätzlich gelte: Wo Wissen ist, da ist notwendig Wahrheit; Wirksamkeit an der hiesigen Hochschule nicht besser einleiten zu können, als durch eine Betrachtung der Gründe, welche das allgemeine Mißtrauen Der Naturforscher war sich darüber klar geworden, daß die Grenzen, die er ... seiner Forschung steckte zugleich diejenigen seien, welche bloß eine geringere Entwicklung, als andere Wissenszweige sondern auch einen öfteren und tieferen Verfall, ... (wie auch) in der jüngst einer naturgemäßeren Forschung. (Brentano 1968, 95–7) Wie der Dinge eindringen“ wolle, eine spezifische, wozu „Beobachtung und Erfahrung einen Zugang nicht besitzen“. Nach dieser Diagnose der Philosophie, WILHELM BAUMGARTNER 146 werde, und ob überhaupt Wahrheit und Sicherheit in philosophischen Fragen erreichbar sei ... Deshalb glaube ich meine
 
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sein System abstrus und absprechend gefunden habe ... Lieber als ein solches System glaube ich an alle 100 Miracel. zu den „psychischen Erscheinungen“ gehörten verspreche er sich durch „die Kenntnis der psychischen Gesetze, also das philosophische Wissen“. Er fühle in den Vordergrund“ träten und nach „einer befähigteren Lösung warteten“, verspricht Brentano Remedur. Abhilfe von Missständen in „sozialen Erscheinungen“, die BRENTANO UND DIE ÖSTERREICHISCHE PHILOSOPHIE 147 Erstens habe – in positiver Hinsicht – die Philosophie Aussicht auf „glücklichen Erfolg der „das wachsende Bedürfnis nach Philosophie“ zu konstatieren, insbesondere bei der Lösung von Fragen, die auch den Naturforscher „an die Schwelle später, anlässlich eines Vortrags vor der Philosophischen Gesellschaft in Wien (einer Institution der Brentano Schule) „Über Schellings Philosophie“ bezieht sich philosophischen Forschungen“ zu hoffen, wenn sie nach naturwissenschaftlicher Methode verfahre. Zweitens bleibe dann der Philosophie als strenger Forschung „ein Kreis sich „dazu bestimmt“, sich ernst und sorgfältig mit psychologischen Untersuchungen zu beschäftigen. „Die deutschen Jünglinge Österreichs, begünstigt von einer Regierung, deren Weisheit den Wert der Wissenschaft erkennt und nach jeder Seite und mit allen Mitteln sie zu fördern sucht, werden Studentenschaft auf den neuesten Stand der Forschung zu bringen, wofür natürlich entsprechende Mittel einer wohlwollenden Regierung eingefordert werden. Fünfzehn Jahre in diesem edlen Streben hinter ihren Brüdern in anderen Gauen gewiss nicht zurückbleiben wollen“ (1968, 99f). Brentano verspricht hier, sein der höchsten metaphysischen Fragen“ führten. Ferner auch in praktischen sozialen Fragen, die „in unserer Zeit mehr als in jeder früheren gar entbehrten“ (1968, 125). Er zitiert Grillparzer: Ich fand Hegel so angenehm, verständig und rekonciliant, als ich in der Folge Brentano auf „die Philosophie jener Tage“ und konstatiert „daß ihre Werke unter wissenschaftlichem Gesichtspunkt alles und jedes Wertes ganz und in Würzburg begonnenes Methodenkonzept nach Wien zu übertragen und empfiehlt sich praktisch, in Wien sein Konzept einzulösen, um so die von Fragen, auf deren Beantwortung nicht verzichtet werden muß“, und „im Interesse der Menschheit“ nicht verzichtet werden kann. Auch sei
 
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WILHELM BAUMGARTNER 148 An die Adresse Grillparzers gewandt meint Brentano: „So spricht ein künstlerischer Geist hier geradeso wie ein wissenschaftlicher“ des äußersten Verfalles ... Unsere Lehrer und Führer werden die sein, welche entweder auf dem Gebiete der Philosophie einer wahrhaft gegeben haben, wie man einen noch wenig bearbeiteten wissenschaftlichen Boden glücklich zu kultivieren vermag. (1968b, 130f) Als Brentano diese Worte (1968, 127) und Brentano selbst meint die Besorgnis von Voreingenommenheit Schelling und Hegel („Preußen paktierte mit Hegel“) gegenüber ausschließen zu diesen Spekulationen an innerem Wert unendlich überlegen. Wir machen Ansätze zur Erneuerung der Philosophie als Wissenschaft, jene repräsentierten ein Stadium einer Zeit, welche sich über die Hohlheit pomphaft aufgebauschter Lehrsysteme völlig klar geworden war, wo aber die Keime echter Philosophie schon eine große Portion Selbstbewußtsein und Ideal. Als er 1895 schließlich „aus den Österreichischen Landen“ schied, mit deren Landsleuten er der Welt und seinen realen Vorbedingungen und Folgen Kenntnis zu erlangen.“ Und er kommt zu dem Schluss: kein Zweifel also, Möglichkeit seine immer noch zahlreichen Schüler zu promovieren und wissenschaftspolitisch zu fördern. Trotzdem spricht er voll „Selbstbewußtsein“: „Es ist Pflicht noch fast gänzlich fehlten. Da Ministerium Auersperg (Stremayer) glaubte in mir den Mann zu erkennen, der am geeignetsten sei, einen uns nachgewiesen worden, daß sie die einzige Weise ist – auf welchem Gebiet auch immer – von dem Wirklichen in denn nur es hält unsere Kraft in geduldiger Forschung tätig“ (1968b, 132). Dass Brentano seiner „Sendung“ treu blieb, dazu gehörte können, da er, Brentano, „auf Tatsachen die philosophische Wissenschaft gründen“ wollte. Dies sei „leicht nachweisbar und auch schon lange von an die neu eingerichtete „Philosophische Gesellschaft“ richtete, war er seit Jahren schon seines Lehrstuhls verlustig gegangen und damit auch der sich „verbrüdert“ sah, geht er noch mal auf seine Verdienste an der Universität und darüber hinaus ein. Ich kam zu wissenschaftlichen Arbeit, einen nüchternen, auf Tatsachen begründeten Einzelforschung sich unterzogen oder auf anderen Gebieten des Wissens erfolgreich tätig das Beispiel unser Verfahren ist mit Erfolg möglich und dann nicht bloß berechtigt, sondern das einzig berechtigte ... Unsere Forschungen sind gerade solchen Keim nach Österreich zu bringen. Man rief mich, und ich folgte dem Rufe. Ich fand die Zustände in
 
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kam ihm vor „als wolle man zu letzten psychischen Bestandteile, aus deren Kombination die Gesamtheit der psychischen Erscheinungen wie die Gesamtheit der Worte aus den Buchstaben sich ergibt. Ihre Durchführung könnte als Unterlage für eine charakteristica universalis wie Leibniz und vor ihm Descartes sie ins Auge gefaßt des Reiches, noch lange versagt bliebe“ (Brentano 1895, 34f). Die Einrichtung eines „psychologischen Instituts“ in Wien ist Brentano versagt geblieben. Auch seine Restitution als Lehrstuhlinhaber ist ihm „bei dem regelmäßig sich erneuernden einstimmigen Vorschlage der Fakultät, jedes mal mit Ausflüchten als auch dem „Ganzen der Psychologie“ (übertragen: dem Staatsganzen) Rechnung trug, indem sie die gesetzesartige Verknüpfung von Einzelnem und Ganzem zur Zeit seiner Berufung nach Wien, klar. Er hatte „das Bedürfnis nach einem psychologischen Institut für wahrhaft schreiend“ empfunden. Um und halben Versprechungen hingehalten“ worden. Schließlich habe man ihm den Vorschlag unterbreitet, seinem Schüler „Hillebrand die Leitung des Institutes übergeben, nach dem Muster der Kausalgesetze aufwies. Brentano spricht von „seiner Schule“, die im wesentlichen „psychognostisch“ verfährt, da sie „die sämtlichen und der Herr Minister bietet Ihnen an, neben ihm zu fungieren.“ Dies fand Brentano natürlich als „schlechterdings unannehmbar“ und es BRENTANO UND DIE ÖSTERREICHISCHE PHILOSOPHIE 149 hohem Maß traurig; eine Herbartische Lehre, aber keine Herbartische Schule (die Stunde für sie war eben schon vorüber); und dieses Nichts war alles. (Brentano 1895, 10) Diese sehr harsche Einschätzung Brentanos blieb natürlich nicht „seine Disziplin allseitig zur Darstellung“ zu bringen „bedarf er bei der Psychologie heutzutage unbedingt der Hilfsmittel eines psychologischen Kabinetts.“ Es Erfahrungsbasis und doch mit axiomatischen Ergebnissen, aufwarten konnte entwickelt zu haben, die sowohl „den einzelnen Elementen“ (übertragen: den einzelnen Bürgern) ohne Erwiderung; doch rechnete sich Brentano das besondere Verdienst zu, dass er mit seiner „Deskriptiven Psychologie“, einer „individuellen“ Psychologie auf haben, dienen.“ Als Ergänzung der „Psychognosie“ (insbesondere zu physiologischer Forschung) seien freilich „instrumentale Hilfsmittel“ nötig. Das war Brentano schon 1874, schien ihm „geradezu unmöglich, daß, was Preußen, Sachsen, Bayern, ihren vornehmeren Universitäten bereits gewährt haben, von Österreich, der ersten Hochschule
 
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Angriff genommen und, da er mich nicht allein zu Nominieren wagte, eine dritte zu systemisiernde philosophische Professur ins Budget gesetzt zur Entscheidung. Gautsch hat vor seinem Abgang nach dem ich mit völliger Sistierung der Vorlesungen gedroht, die Sache wirklich in zurufen, aber ich antworte getrost: Gar wohl! nur soll man mir beim Tanzen erst die Beine frei machen. (Brentano 1968, von der Art, daß es scheinen könne, als wolle man zu dem Schaden, den man mir angethan, auch noch den von kanonischem Kirchenrecht und österreichischem Staatsrecht vorsah. war er, bis zu seinem Ausscheiden aus Wiener Hochschuldiensten, durchgängig „sächsischer Bürger und bis heute kein Untertan Österreichs“ wie er wiederholt betont. (z. B. Brentano, 15.12.1894). Seines Lehrstuhls ledig kämpfte er für eine Reform des österreichischen Eherechts, welches eine Verbindung Behandlung die ich selbst erfahre, genugsam zeigt, wie viel ihr in dieser Beziehung fehlt. (1895, 10) Die Professurfrage kommt hier der Philosophischen Gesellschaft in die wohlgesetzten Worte: Nun mag freilich einer, der dies hört, mir ein „hic Rhodus, hic salta“ anzugehören. (Brief an Lujo Brentano, 3.7.1894) Brentano schätzt die Lage durchaus realistisch ein und kleidet es in seinem Vortrag vor daß die Österreichische Regierung es lerne, für treu geleistete Dienste dankbar zu sein. Ich glaube, sagen zu dürfen, daß die von seiner Absicht in Kenntnis zu setzen und sie ihm direct und durch David zu empfehlen. So weit wären wir und gleichzeitig die Aufforderung zu einem Vorschlag dafür an die Fakultät gerichtet. Bei seinem plötzlichen Sturz trug er Sorge, Madeysky 15) In der Tat waren Brentano nicht nur die Beine gebunden. Seit seiner Hochzeit mit Ida Lieben in Leipzig, 1880, WILHELM BAUMGARTNER 150 dem Schaden den man mir angethan, auch noch den Spott hinzufügen“ (1895, 15f). Vor allem wünsche ich, Spott hinzufügen. Die Wogen intoleranter Reaction sind im Steigen und Plener schämt sich scheints noch immer nicht einem solchen Ministerium also. Es muß zur Entscheidung kommen. (Brief an Lujo Brentano, 10.12.1893) Einige Monate später schreibt er an seinen Bruder: Madeysky hat sich mir gegenüber unter allem Hund benommen und mir Anerbietungen gemacht, die ich mit der Bemerkung zurückwies, sie seien
 
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zurückhaben wollen, und zu diesem Ende dem österreichischen Eherechte eine Deutung gegeben, die er früher praktisch selbst als unzulässig erkannt Maassen 1894) Maassen kommt zu dem Schluss, dass der Staat, da er ja auf seinem eigenen Gebiete keinen Geistlichen kenne Formulierung als wünschenswert ... und so muß ich denn insbesondere dagegen protestieren, wenn man meint, wo einer Bestimmung nach ihrem „diesen Begriff von der Kirche her herübernehmen“ müsse da das Gesetz den Begriff „Geistlicher in höheren Weihen taliter qualiter der BRENTANO UND DIE ÖSTERREICHISCHE PHILOSOPHIE 151 Der apostasierte katholische Priester, Dr. Franz Brentano, früher Professor, dann Privatdozent der Philosophie an Kritik unterworfen; man verlangt dringlich nach seiner Reform. Und gewiss erweist die häufige Mißdeutung seiner gesetzlichen Bestimmungen wenigstens ihre neue Brentano daraufhin: „Wenn das die Wiener Gemütlichkeit wäre, so würde es wahrlich nicht gemütlich sein, bei den Wienern zu hausen“ der ersten stiftungsmäßig katholischen Universität Österreichs zum Professor ernannt worden“ sei. „Der Regenerator der Philosophie in Österreich“ habe „aber um der (stiftungsmäßig katholischen!) Wiener Universität, hat in den letzten Tagen auf seine eigene Veranlassung viel von sich reden und schreiben Kirche entlehnt hat“ – entgegen Brentanos Annahme, dass der Staat einen ehemaligen Geistlichen als keinen Geistlichen betrachtet. Brentano staunt über gemacht. Er selbst schrieb drei sehr prolixe Artikel in der „Neuen Freien Presse“, betitelt: „Meine letzten Wünsche für Österreich“. (Friedrich Motive unter der Maske der Schonung in schmählichster Weise herabgewürdigt“ habe, und die Angelegenheit unter die Rubrik „Wiener Gemütlichkeit“ verbuche. hat.“ Brentanos Schlussbemerkung gegen „das bekannte feudale Organ das ‘Vaterland’“: Das heute in Österreich geltende Eherecht wird vielfach einer harten des ‘Neuen Wiener Tagblatts’ gelangt“ sei und der „gröblichen Unverstand“ in der Sache zeige und sein, Brentanos „Verhalten und seine (Brentano 1894, 22). Ein erneuter Artikel im Vaterland: „Brentano gegen Brentano“ spricht davon, dass Brentano „zum Ärgernis vieler Katholiken an sensus obvius ein ge eines Weibes Willen seine Staatsbürgerschaft in den Wind geschlagen, seine Professur geopfert und nach einigen Jahren die beiden letzteren wieder einen Leitartikel zu seinem Fall im Neuen Wiener Tagblatt, der, wie er erfährt, „direkt aus dem Unterrichtsministerium in die Redaktion
 
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wo ich unentgeltlich die philosophische Lehrkanzel verwaltet, an systemisiertem Gehalte erspart hat. Möge das so den Zwecken, für die es der Philosophie nicht thun. In dieser Absicht möchte ich bitten, zu erwägen, wie viel der Österreichische Staat in den Jahren, kargt jetzt in Österreich mit Ausgaben für wissenschaftliche Zwecke. Möge man es hinsichtlich eines so wesentlichen Erfordernisses für das Gedeihen in Österreich zu lösen. Von Wien nach Florenz Zum Abschied von Wien äußerte er noch den frommen Wunsch: Möchte doch ihren Hader um relative Nichtigkeiten in einem Wettstreit in der Förderung dieses höchsten, gemeinsamen Gutes verwandeln! Das wäre eine Koalition, Österreich seinen inneren Frieden finden! Möchten seine Völker ob den Unterschieden der Nationalität die Einheit ihrer Kultur nicht verkennen und WILHELM BAUMGARTNER 152 rechter und vernünftiger Sinn innewohnt, verdiene eine künstlich gesuchte Interpretation, welche sie zu einer ungerechten und unlogischen haben. (Brentano 1895, 29) Und dann macht Brentano schließlich noch einen Vorschlag zur Güte, auch zur „Vergeltung“: Ich weiß, man Wien. Brentano zu berufen war, trotz seines Rückhalts in der Fakultät, politisch inoportun. Gleichwohl hielt Brentano aus den oben angegebenen hätte er das „Recht auf Naturalisation“ (Brief an Lujo Brentano, 3.7.1894) verlangen können, tat es aber Aufstellung verunstaltet, gerade ob dieser Eigenheit den Vorzug, indem diese sie dem allgemeinen Geist der österreichischen Gesetzgebung entsprechend erscheinen lasse. für die das Herz sich erwärmen könnte, und, wenn unser Koalitionsministerium sie anstrebt und vollzieht, dann möge es dauernd Bestand Gründen „die Stellung“, obwohl er längst nicht mehr Österreicher war und in der Akademie als „auswärtiges Mitglied aufgeführt“ wurde. Zwar gewissermaßen restitutiert werden! (Brentano 1895, 40) „Der Fall Brentano“ war leider das unrühmliche Ende einer insgesamt imponierenden wissenschaftlichen Karriere in gesetzlich bestimmt war, Entzogene durch eine reiche Dotation des psychologischen Institutes nicht mir, aber den Interessen der Philosophie in Österreich (1894, Beilage 11. Wiederabdruck in Brentano 1895, 71ff) Brentano hat damit das Seinige getan, um die leidige Frage des Eherechts
 
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sich der Philosophie widmen möchte, so wäre ich gern bereit ihn für ein paar Jahre zu mir ... zu nehmen, Carl Stumpf an Franz Brentano, 14.12.1893 – Georg von Hertling war nicht nur Vetter, sondern auch Schüler Brentanos in Würzburg. BRENTANO UND DIE ÖSTERREICHISCHE PHILOSOPHIE 153 absichtlich nicht. Die politisch Verantwortlichen ihrerseits zogen es vor, Brentano hinzuhalten. So dachte Brentano anders ich noch mich genugsam acclimatisieren könnte, scheint auch mir unzweifelhaft“ (Brief an Lujo Brentano, 21.4.1895). Aber „England hat im 10.12.1893). Später meint Brentano: „Mit der Philosophie in Deutschland steht es elend.“ Dies gelte auch für Lipps und für Husserl kommt es vor, als ob meine bloße Anwesenheit in Wien einen fördernden Einfluß auf die Lage der Philosophie in Österreich (dem Brentano nicht gerade besondere Komplimente machte). Was für Zustände! Fände sich in München ein wahrhaft begabter junger Mann, der und den Herrn Hertling &c. gegenüber einmal energisch zeigen, was ein Echtberufener Philosoph vermag. Aber könnte ich es? (Brief Franz um ihn ... für Philosophie auszubilden. Denn tatsächlich besitzt Deutschland, wie es scheint, nicht einen einzigen tüchtigen Lehrer. (Brief an wiederholt daran, Österreich zu verlassen. Angebote auswärtiger Universitäten gab es durchaus. „Daß ich in England das fruchtbarste Arbeitsfeld fände, wenn Die religiösen bzw. religionspolitischen Anschauungen trennten die beiden nachhaltig, wie man sieht.) Vielleicht ist es eine bloße Einbildung, aber mir Augenblick keinen Philosophen, der mich, ähnlich wie einst Mill oder auch Jevons anziehen könnte“ (Brief an Lujo Brentano, 6.6.1892). In Lujo Brentano, 29.8.1904) Lujo seinerseits konzidiert: ab, daß er im Fall Ihres Kommens aus der Facultät austreten würde. Nicht aus sachlichen sondern persönlichen Gründen.“ (Brief von München wird Brentano „mit vier gegen die zwei clericalen Stimmen“ primo loco genannt. Doch „Hertling gab nur die kurze Erklärung aber zugleich „daß meine Berufung durchs Bayerische Ministerium bei der gegenwärtigen Lage in Bayern aussichtslos sei“ (Brief an Lujo Brentano, haben werde. Ob ähnliches für Bayern gelten würde, scheint mir sehr zweifelhaft. Da müsste ich erst wieder den Katheder besteigen Brentano an Lujo Brentano, 24.3.1894) Brentano weiß, dass seine Sache in München auch von Wiener Kreisen aus unterstützt werde, weiß
 
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das Wort führte, stellte gleichsam das Band vor, das seine einstigen Heimathsgenossen mit dem gewaltigen Strome des neuen Geistes in Schwächen sein, wie ich. Immerhin hat er Vorzüge. Vor allem kroch er nicht vor Regierung und Sanktion und hat nach Regung, die jüngst an der Wiener Universität nach dem Muster der Berliner begründete „Philosophische Gesellschaft“ gelten kann. (Zimmermann 1888/89, 269) Letztgenannte ihn auf seine Schüler, den Verfasser der „Tonpsychologie“, Stumpf (jetzt in Halle) und Marty in Prag, Meinong in Graz, Philosophie seiner Zeit schreibt Zimmermann weiter: Philosophisch geschulte Wiener Naturforscher ... haben den Ton angeschlagen; mit der positiven Philosophie Comte’s in der Logik, und der Geistesverwandte A. Bain’s, F. Brentano, in der Psychologie, haben den selben weiter getragen und der ihm abwenden und Deiner Schule zuwenden. So hörte ich insbesondere von einem jungen Mann namens Hirsch. (Brief an Franz Brentano, im Begriffe, sich zu entwickeln, als deren Organ und zugleich als gutes Vorzeichen künftig nicht mehr zu unterdrückender freier philosophischer unsichtbare Gemeinde schuf, welche sowohl künftiger Aufnahme als selbstständiger Entfaltung philosophischer Forschung wirksam vorgearbeitet hat. (Zimmermann 1888/89, 181) Robert Zimmermann u. A. verpflanzt. Eine neue, empirisch gesinnte und, vielleicht mehr als zu wünschen, ausschließlich empirisch geschulte Generation junger Denker scheint dieser Richtung als vorzüglicher Dozent einen sehr wohltätigen Einfluß auf die Jugend. Seine Schüler sollen sich allerdings dann meist von Zu einer Verständigung ist es aber nicht mehr gekommen. Der ausgewanderte Österreicher, der eine Zeit hindurch als Philosoph in Deutschland der deutschen Philsophie verknüpfte und, der ungünstigen äußeren Lage der Dinge zum Trotz, der Philosophie in Wien und anderwärts eine und der inductiven Methode der Engländer vertraute und befreundete Denker, wie der Herausgeber und Uebersetzer Stuart Mill’s, ... Th. Gomperz, 6.9.1904) Hirsch war dann tatsächlich zu Brentano nach Florenz gereist, um, auch im Auftrag Husserls, dessen Position Brentano zu erklären. WILHELM BAUMGARTNER 154 Lipps ist in meinen Augen gewiß kein großer Philosoph und Niemand kann weniger blind gegen seine vielen hat diese Würdigung, obgleich sie recht wohl passte, nicht auf Brentano gemünzt, sondern auf Reinhold. Über die neueren Bestrebungen der
 
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gehen. Sie kennen es und begreifen, wie sehr ich ... mich darauf freue. ... [Ich gehe] nach Rom, auch um recht deutlich eine künftige Entwicklung der Philosophie in Österreich vorweg und bestätigt sozusagen im Vornherein die nachmalige These Hallers. An und dass dies nicht nur für die Jahre seiner Präsenz in Italien gilt, sondern dass, wie von einer wesentlichen Mitbestimmung BRENTANO UND DIE ÖSTERREICHISCHE PHILOSOPHIE 155 Mit dieser Einschätzung wird Zimmermann der Philosophie Brentanos zwar nur halbwegs gerecht, nimmt aber der Philosophie in Österreich, man füglich auch von einer BrentanoSchule in Italien, bis heute, sprechen kann, dafür stehen gerade jüngere und jüngste die Veröffentlichungen zu Brentano (Antonelli, 2001) und zur „Zentraleuropäischen Philosophie“ (Albertazzi, Fano, Poli, Spinicci). dann in Wien nun in Italien sich abzeichnet. Zum neuen Philosophenkreis um Brentano gehören unter anderem Amato Pojero, Vailati, Enriquez, Lande meiner Väter. (Franz Brentano an Hermann Schell. In: Haßenfuß 1978, 79) Dass Brentano mit seiner Einschätzung wesentlich richtig lag, Orestano, Calderoni, Puglisi. Im Augenblick beschränkt sich meine wissenschaftliche Tätigkeit wesentlich auf die Einführung eines jungen, trefflich beanlagten Italieners in Florenz sesshaft geworden, schreibt Brentano von seinen dortigen wissenschaftlichen Tätigkeiten und von einer Schulbildung, die ähnlich wie seinerzeit in Würzburg, den Souveränen geworden, die man mit weniger großartigen Titeln als Vagabunden zu bezeichnen pflegt. (Haßenfuß 1978, 47 und 61f) In Hermann Schell gerichtet schreibt Brentano, er sei im Begriff, Wien zu verlassen und zunächst nach Italien, insbesondere nach Rom zu das italienische Bürgerrecht zu erwerben, denn augenblicklich weder dem deutschen Reich noch Österreich als Bürger zugehörig, bin ich einer von meine Forschungsweise und das Wesentlichste ihrer bisherigen Ergebnisse. Vielleicht gedeiht meine Lehre besser noch als in meinem Heimatlande in dem
 
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